Seven Star Mantis Kung Fu Geschichte, Meister Wang Lang und die Gottesanbeterin

Durch die Erforschung und Weiterentwicklung des UTMACS Combat Kung Fu, kommen wir nicht an den Mutterstilen vorbei, aus denen GM Uwe Tischewitsch das von ihm geschaffene UTMACS Kampfkunst-System bis jetzt entwickelt hat. Hierbei ist es wie in der Natur. Will sich ein Baum weiter entwickeln, um seine Krone zu vergrößern, kommt er nicht umher in die Tiefe zu wachsen und seine Wurzeln weiter auszudehnen, durch die er seine Krone weiter versorgen kann. Das Seven Star Mantis oder auch Gottesanbeterin Kung Fu ist ein solcher Mutterstil, aus denen sich das Universal Tao Ving Tsun Kung Fu von Sifu Uwe Tischewitsch entwickelte. Aus diesem Grund befassen wir uns hier mit der Geschichte des Gottesanbeterin Kung Fu Stils.

Über die Entstehung des Seven Star Mantis Gottesanbeterin Kung Fu wurden im laufe der Jahrhunderte immer wieder Geschichten erzählt, die aus dem alten China stammen. In den meisten Geschichten wird berichtet, dass dieser Kung Fu Stil auf den Begründer Wang Lang zurück geht.  Dieser Kung Fu Meister soll es in  mehreren (siebzehn) Kung Fu Stilen zur Meisterschaft gebracht haben und kaum noch Gegner gehabt haben, die es im Zweikampf mit ihm aufnehmen konnten.

Irgendwann vor Jahrhuderten, soll  der Kung Fu (Wu Shu) Meister Wang Lang in das Nord-Shaolin Kloster gekommen sein, um sich mit dem Abt über sein Kung Fu auszutauschen. Wang Lang war zu dieser Zeit ein Meister des drei Harmonien Langschwertes. Diese Waffe war auch seine Haupt oder besser gesagt, seine Lieblings-Waffe, mit der er gegen den Abt antreten wollte. Der Abt jedoch entschied sich für den Affenlangstock, um gegen Wang Langs Schwertkunst bestehen zukönnen. Wie sehr Wang Lang sich auch bemühte, um den Vergleichskampf gegen den Abt zu gewinnen, kam ihn dieser mit dem Affen-Langstock jedesmal zuvor, um damit entscheidende Treffer zu signalisieren, die Wang Lang mit dem Schwert nicht parieren konnte. Nach endlosen Vergleichskämpfen die der Abt von Nordshaolin gewann, eröffnete  der Abt dem Langschwert-Meister Wang Lang, wenn jener ihn jemals besiegen sollte, würde er sein Schüler werden, um von ihm seine Kampfkunst lernen zu wollen.

Wang Lang entschied sich auf Einladung des Abt von Nordshaolin im Kloster zu bleiben, um seine Kung Fu Künste weiter zu vervollkommnen.

Eines Tages, als Wang Lang mal wieder außerhalb des Klosters im Wald Meditierte, konnte er den Kampf zwischen einer Gottesanbeterin und einer Zikade beobachten, die erheblich größer als die Gottesanbeterin war. Die Gottesanbeterin schien den Kampf gegen die Zikade zu gewinnen. Aus diesem Grund nahm Wang Lang einen Strohhalm, um die Gottesanbeterin an ihrem Sieg über die Zikade zu hindern. Jedesmal wenn Wang Lang beide Kontrahenten mit dem Strohhalm trennen wollte, schnappte die Gottesanbeterin blitzschnell mit einem ihrer aüßerst kräftigen Fangarme den Strohhalm, um diesen zu kontrollieren. Wärend dessen war die Gottesanbeterin das tat, war sie weiterhin in der Lage die Zikade mit dem anderen Fangarm irgendwann zu besiegen. Begeistert von diesem Erlebnis waren die Gedanken von Wang Lang von nun an auf dieses Ereigniss gerichtet, welches sein Kung Fu zum Vorteil gegen den Affen Langstock beeinflussen sollte.

Wang Lang beschäftigte sich so intesiev mit der Fangarm-Technik der Gottesanbeterin, so das er zum Waffen-Meister des Klosters ging, um sich für die Entwicklung einer neuen Waffe beraten zu lassen, mit der er den Langstock-Meister vielleicht doch noch besiegen könnte. Diese Waffe musste so konzipiert sein, dass es damit möglich war, den Affen Langstock zu fangen, blokieren und halten zu können, wie die Gottesanbeterin es einst mit seinem Strohhalm tat, als sie mit ihrem zweiten Fangarm die Zikade weiterhin attakierte und Trotz alledem denn noch besiegte.

Bei der Waffe die Meister Wang Lang vorschwebte, handelte es sich um ein  kurzes Breitschwert, wie es z.B. im Wing Chun Kung Fu Stil gegen den Langstock eingesetzt wird. Das Entscheidende an diesem Kurzschwert war allerdings ein Haken, der in der breiten Klinge des Messers vom Waffen-Meister des Nord-Shaolin Klosters für dieses Unterfangen eingearbeitet wurde.

Mit diesem Fangarm-Messer, welches Meister Wang Lang mit einer Hand führen konnte, um mit der anderen Hand das Langschwert halten zu können, übte er sich Wochen lang von Morgends bis Abends.

Schon in naher Zukunft konnte der Schwertmeister Wang Lang den Abt des Nord-Shaolin Klosters besiegen. Dieses gelang ihm durch eine Scherenfang-Technik, indem er mit dem kurzen Hakenmesser in kombination mit dem Langschwert den Affenlangstock fangen und blockieren konnte und gleichzeitig mit dem  Langschwert siegreiche Treffer aufzeigen konnte. Verblüfft musste sich der Abt des Klosters geschlagen geben und sein Schüler werden.

Bei dem Abt vom Nord-Shaolin Kloster soll es sich um den legendären Chi Sim Langstockmeister gehandelt haben, auf den sich einige Hung Gar Kung Fu Familien berufen. Der Waffen und Schmiede-Meister Miao Hin lebte zur gleichen Zeit im Nord-Shaolin Kloster und soll das Wing Chun Haken-Schmetterligsmesser für Meister Wang Lang angefertigt haben. Auch die Wing Chun Holzpuppe soll nach einer alten Geschichte als Trainingsgerät für die Gottesanbeterin-Fangarmtechniken entwickelt worden sein. Im Wing Chun Kung Fu sind diese Fangarm-Techniken z.B. in den Sätzen eins, sieben und acht der Holzpuppen-Form wiederzufinden.

Diese Geschichte ist hier noch nicht zu Ende. Wie es hier mit der Entwicklung des Shaolin Kung Fu weiterging erfahren wir in einer anderen Geschichte, die wir hier im House of Kung Fu berichten werden.

                                                         Pause, Fortsetzung folgt in Kürze.