Jion-Tempelhalle

Halle der leeren Hand und des inneren Mitgefühls

 

           

 

Die Jion-Halle soll nach alter Überlieferung eine Halle im Nord Shaolin-Kloster

in Henan gewesen sein, in der die Kampfkünste der leeren Hand geübt wurden.

 

Die Kampfkünste der leeren Hand des Shaolin Ving Tsun Kung Fu sollen auf

Bodhidharma zurückzuführen sein, der diese im Nord-Shaolin-Kloster 

ca. fünfhundert nach Christus aus Indien eingeführt haben soll.

 

Im Karate, was soviel wie leere Hand bedeutet, gibt es eine Kata,

die "Jion" genannt wird. Jion bedeutet eigentlich Liebe und Gnade aus einem 

allumfassenden Mitgefühl. Dieses bezieht sich auf die Sichtweise der

vollendeten Reife eines erwachten Buddha.

 

   

 

Um einen solchen Zustand zu erreichen, ist es wichtig in der Mitte unseres

Lebens unser Ego immer mehr zurücknehmen zu können. Sind wir bereit

reinen Herzens anderen fühlenden Lebewesen helfend unsere Hand

anzubieten, damit auch sie sich weiterhin zum Positiven entwickeln

können, dann sind wir auf dem Weg des Buddha "Avalokiteshvara".

Dies ist der Name des Buddhas des allumfassenden Mitgefühls.

Im Chinesischen lautet sein Name "Guan Yin" und wird in

seiner Abbildung als weibliches Wesen dargestellt.

 

  

Im tibetischen Buddhismus wird Avalokiteshvara (Chenrezig)

als tausendarmige Buddha-Gestalt verehrt.